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Wohnungsbrand über Supermarkt
Feuerwehren probten den Ernstfall

Bericht von Dominik Janßen

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Remels - Täuschend echt quoll am Montagabend dichter Rauch aus einer Wohnung über einem Discounter an der Ostertorstraße in Remels. Kunden der umliegenden Geschäfte griffen zu ihren Mobiltelefonen und wählten den Notruf. Der Atem stockte den Passanten als aus einem der verqualmten Fenster plötzlich Hilferufe zu hören waren.

Zum Glück handelte es sich bei diesem Brand nur um eine Übung. Um 18:45 Uhr alarmierte die Feuerwehr und Rettungsleitstelle dann die Feuerwehren Remels, Jübberde und Spols-Poghausen mit dem Alarmsichwort „Wohngebäudebrand“. Wenige Minuten später trafen zuerst das Remelser Tanklöschfahrzeug und die Feuerwehr Jübberde ein. Erste Einsatzkräfte rüsteten sich mit Atemschutz aus und begaben sich mit Schlauchleitungen ins Treppenhaus des Wohn- und Geschäftsgebäudes. Ein Kamerad versuchte den, immer noch um Hilfe rufenden, Mann am Fenster zu beruhigen. Schnell folgten weitere Schreie aus von einem Balkon, auch hier war eine Person vom Feuer eingeschlossen. Weiterer Einsatzkräfte trafen kurz darauf ein, der Einsatzleiter erhöhte sofort die Alarmstufe und forderte die Wehren aus Bühren, Südgeorgsfehn, Hollen und Selverde nach. Ebenfalls wurde die Drehleiter der Stadt Leer angefordert.

Unterdessen brachten die Einsatzkräfte Leitern in Stellung, so konnte der Mann am Balkon schnell auf das Vordach des Supermarktes aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Über die Leitern verschafften sich die Atemschutzträger auch Zugang zur Wohnung. Sie retteten auch eine zweite Person aus dem Schlafzimmer. Den Einsatzkräften wurde zum Teil die Sicht durch eine undurchsichtige Folie vor ihren Atemschutzmasken genommen. Flackernde Scheinwerfer erhöhten den Brandeffekt zusätzlich.

Die Einsatzkräften wollten sich geraden vollständig der Brandbekämpfung widmen, als wieder Hilferufe zu hören waren. Durch den immer noch dichten Rauch konnte man plötzlich eine Person auf dem Dach des mehrstöckigen Hauses erkennen. Die inzwischen aus Leer eingetroffene Drehleiter wurde in Stellung gebracht und damit der Mann vom Dach gerettet, beinahe wäre er dabei vom Dach gestürzt. Aber auch dies war Teil der Übung.Den Passanten und Schaulustigen die inzwischen in großer Zahl auf dem Parkplatz versammelt waren stand der Schock jedoch ins Gesicht geschrieben.

Die Organisatoren rund um Ortsbrandmeister Matthias Wempen und seinem Stellvertreter Uwe Glania zeigten sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Probleme gab es jedoch bei der Kommunikation, da es keine vor Ort eingerichtete Einsatzleitung gab, verlief der Funkverkehrs teilweise sehr ungeordnet. An anderen Stellen gab es ebenfalls Verbesserungsmöglichkeiten, die von mehreren Beobachtern für die zukünftige Ausbildung erfasst und notiert wurden.

Nach rund zwei Stunde war die Einsatzübung dann beendet.